Zuletzt durchgespielt

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Re: Zuletzt durchgespielt

Beitragvon Stardragon » 31.12.2019, 00:36

Steht definitiv auch noch auf der Liste. Da stehen allerdings noch so ein paar hundert Titel. Das Problem ist, dass ich immer mehr merke, wie ich froh bin, wenn ich Abends nach der Arbeit einfach mal eine Stunde einfache Kost haben kann. Im Moment landen immer öfter Shooter in den Konsolen. Eigentlich mag ich RPGs viel lieber, aber im Moment habe ich den Nerv nicht, zumal ich immer nicht weiß, wann die nächste Welle kommt, in der ich keine Zeit zum spielen habe. Und wenn man dann in einem RPG steckt, ist das immer unschön. Wie viel Stunden Spielzeit hat denn Tales from the Borderlands ca.?
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Re: Zuletzt durchgespielt

Beitragvon Maryokutai » 31.12.2019, 08:44

Puh, etwas mehr als zehn würde ich sagen. Ist bei diesen Episodenspielen immer schwer einzuschätzen, aber ich glaube jede der fünf Episoden geht zwischen zwei und drei Stunden.

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Re: Zuletzt durchgespielt

Beitragvon Stardragon » 02.01.2020, 00:28

Danke Dir, ich schau sie mir mal an.

14. Earth Defense Force 5 (PS4 Pro)
EDF geht meiner Meinung nach ja eigentlich immer, aber der 5 ist irgendwie etwas enttäuschend. Man erwartet einen Spiel gewordenen B-Movie und das bekommt man auch dieses Mal. Im Gegensatz zu den Vorgänger liegt EDF 5 nicht mit diesen in einer Timeline, sondern ist ein Reboot. Während in den Vorgängern das ganze aber noch irgendwie stimmig war, ist es das jetzt nicht mehr. Die Erde und die EDF wird zu Anfang überraschend von riesigen Insekten angegriffen und schnell kommt raus, dass Außerirdische dahinter stecken. An der Stelle fängt man sich schon an zu fragen, warum es eine Earth Defense Force gibt, wenn man nicht wenigstens mit Außerirdischen gerechnet hat und warum man auf einmal so überrascht ist. Und so geht es dann weiter. Hatten die Vorgänger noch interessante Charaktere in den eigenen Reihen (Man erinnere sich an den Ravenger-Researcher O'hara), sind die neuen Personen über Funk eher platt. Die Entwicklung der Geschichte dümpelt auch irgendwie die ganze Zeit gefühlt auf einem Level. Es fehlen einfach die Hochs und Tiefs, die gerade EDF 2025 bzw. 4.1 so gut gemacht haben.

Technisch hat sich wenig geändert. Die Gegner sind die gleichen geblieben, nur die Skins wurden ersetzt. Einzig die ehemaligen Kampfroboter wurden durch etwas neues ausgetauscht. Details erspare ich mir, um Spoiler zu vermeiden. Es gibt ein paar neue Maps, bei denen gerade die Bunker-Basen des EDF eine neue willkommene Abwechselung darstellen. Leider wird dann in diesen stärkeres Railroading betrieben, als in den bekannten Insekten-Nest-Leveln. Die Mountain- und die Beach-Map sind zu einer zusammengewachsen, was der Map sehr gut getan hat. Die Untertage-Maps sind verzweigter und erst einmal unübersichtlicher und bringen ein klaustrophobisches Gefühl besser rüber, als die der Vorgänger. Die Stadt-Maps sind leider langweiliger und generischer geworden. Einzig die Map der europäischen Städte ist etwas abwechselungsreicher mit einigen markanteren Wegpunkten. Alle Stadtmaps wurden aber um viele Detail bereichert und man kann vielen Gebäude und Strukturen als normaler Soldat über Treppen etc. erklimmen, was die Interaktion sehr verbessert. Unterschiedliche Tag- und Nachtzeiten sowie wechselndes Wetter inkl. Sandstürmen tun der Serie auch sehr gut.

Spielerisch hat sich nicht viel geändert. Ihr habt die Wahl der vier Klassen aus dem Vorgänger. Ranger (Normaler Soldat), Air Raider (Supporter mit automatischen Sentry-Guns, Fahrzeugen und Luftschlägen), Wing Diver (Fliegende Einheiten, die viel Schaden machen, aber wenig einstecken können) und Fencer (Schwere Infanteriesoldaten in Exoskelleten, die viel aushalten und schwere/viele Waffen mit sich führen können. Mit der Klasse eurer Wahl säubert ihr Map um Map von den Außerirdischen und sammelt dabei Waffen und Rüstung. Neu ist, dass ihr einzelne Eigenschaften von bereits erhaltenen Waffen aufleveln könnt, wenn ihr diese Waffe noch einmal findet. Das bringt auf der einen Seite zwar frischen Wind in die Sache, macht sie aber auch etwas unübersichtlich, da es oft passiert, dass eine neue Waffe mit hohen Level schwächer ist, als eine ältere mit niedrigerem Level, bei der ihr einzelne Attribute verbessert habt. Neu ist auch, dass ihr nicht nur eure aktuell gespielte Klasse mit neuer Rüstung und Waffen versorgt, sondern auch Klassen, die gerade nicht dabei sind. Das tut der Sache auch gut, weil man dann eine neue Klasse nicht bei 0 neu anfangen muss. Das war es dann aber auch schon.

Im Gegensatz zu den Vorgängern startet ihr in EDF5 nicht als Soldat, sondern als Zivilist, der in einer Basis beim Tag der offenen Tür unterstützt. Der zukünftige Ranger ist hier noch Security-Mann, der Air-Raider ein Mechaniker, der Wing Diver einer Sky Dancer für Luftshows und der Fencer ein Lagerarbeiter mit Bauarbeiter-Exoskellet. Das bringt gleich zu Anfang einen schon genialen Werdegang rein. Leider führt der Werdegang das bisher schon absurde Kleidungskonzept der Wing Diver ins absolut lächerlicher: Trägt der Sky Dancer noch Jet Pack und einen Overall, wie er zum fliegen wohl sinnvoll ist, kommt der Wing Diver wieder mal luftiger Oberkörperrüstung daher, die viel Haut zeigt und trumpft als Krönung bei der Bekleidung für den Unterkörper mit einem knappen Höschen auf. Das war im Grunde beim Vorgänger schon so, aber man hat es wieder etwas knapper gemacht, um (spät)pubertierende Spieler bei Laune zu halten und es passt immer weniger in das sonst so martialische Setting. Abgesehen von diesem Fauxpas sind die anderen Klassen und ihr Werdegang durchaus gelungen.

Viele Missionen aus 2025 und 4.1 wurden auch dieses Mal übernommen nur irgendwie oft schlechter. Gerade die "All out"-Mission vermittelt dieses Mal nicht Größe des Pendants des Vorgängers und wirkt ziemlich einfallslos. Die "Godzilla"-Missionen mit Riesenroboter gegen Monstergiganten hätte ich so nicht noch einmal gebraucht, aber das ist wohl Geschmackssache und sie halten sich zum Glück in Grenzen.

Die Story nimmt im Reboot ein paar neue Wendungen und führt dann zu einem anderen Endgegner, ich fand die alte Variante allerdings irgendwie stimmiger. Aber das mag auch hier Geschmackssache sein.

Trotz aller Kritikpunkte bleibt EDF5 durchaus ein ordentlicher Vertreter der Reihe und macht auch Spaß, allerdings leider nicht mehr so lange, wie der Vorgänger. Schade, aber es hat dennoch Spaß gemacht. Wer EDF mag, wird auch hier seinen Spaß haben. Ich hoffe aber, Iron Rain ist besser geworden.
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